Reiseführer St. Vincent & die Grenadinen

Karibik - St. Vincent & die Grenadinen

Schon der Anblick auf den aktiven Vulkan Soufrière (1.220 m), der im Inselnorden über den Wipfeln des Regenwaldes thront, ist atemberaubend, tief unten im Krater befindet sich ein See. Umrandet von vorwiegend schwarzsandigen Stränden, die Berghänge von dichten grünen Dschungel überzogen strahlt die Insel im türkisfarbenen Ozean wie ein Smaragd. St. Vincent ist nicht nur beliebt bei Ökotouristen, Wassersportler und Prominenten wie Mick Jagger und Prinzessin Margret, sondern auch begehrt als Filmkulisse. Sie war beispielsweise Drehort für „Fluch in der Karibik“ mit Johnny Depp. Kein Wunder das auch die Nationalhymne der Einwohner die Schönheit der Insel mit „Saint Vincent, land so beautiful“ einleitet. 

St. Vincent und die Grenadinen gehören zu den Windward-Inseln, den Kleinen Antillen in der Karibik und liegen südlich von St. Lucia. Zu den bewohnten Inseln der Grenadinen gehören unter anderem Young Island, Bequia, Canouan, Mayreau, Mustique, Palm Island, Petit St. Vincent und Union Island. Daneben gibt es noch weitere unbewohnte Inseln wie Petit Nevis, Isle A Quatre, Battowia, Baliceaux, Petit Mustique, Savan Island, Petit Canouan und die Tobago Cays. Die 346 km² große Hauptinsel St. Vincent wurde von Kolumbus entdeckt, der sie nach dem Hl. Vinzenz von Valencia benannte.

St. Vincent ist vulkanischen Ursprungs mit gebirgiger Landschaft und üppiger Vegetation sowie schwarzen Sandstränden. Der erloschene Vulkan La Soufrière (1234 m) ist die höchste Erhebung. In seinem Krater befindet sich ein See. Seit 1979 sind St. Vincent und die Grenadinen ein unabhängiger Inselstaat im Commonwealth of Nations. Die Region ist ein Paradies für Naturliebhaber. Die Landschaft des Inselreichs ist vielfältig: Naturparks mit seltenen Papageien, dichter Regenwald, Wasserfälle, zahlreiche Bäche, vulkanisches Gebirge, gute Tauch- und Segelgründe, Strände mit hellem und mit dunklem vulkanischem Sand. Auch für Sportbegeisterte bieten sich viele Möglichkeiten, wie Segeln, Tauchen, Schnorcheln, oder Mountainbiken, Wandern und Golfen.

Die Hauptstadt Kingstown mit ihren mehrheitlich afroamerikanischen Einwohnern liegt im Südwesten St.Vincent in einer geschützten Bucht. Sie bietet neben Einkaufsmöglichkeiten auch Sehenswürdigkeiten und Museen für geschichts-interessierte Urlauber. Die Gebäude dieser Stadt sind aus schwarzen Tuff und Lavagestein und wirken genauso schwarz wie die sie umgebenden Vulkanberge. Besonders beeindruckend sind die Bibliothek und die Kathedralen. Etwas außerhalb befindet sich auf dem 183 Meter hohen Berkshire Hill das Fort Charlotte. Für das 1806 erbaute Fort stand die aus Mecklenburg stammende Gemahlin König Georgs des III. als Taufpatin zur Verfügung, Ungewöhnlich auf dieser Festung ist die Ausrichtung der 34 Kanonen. Sie zielen nicht auf das Meer, sondern sind aufs Landesinnere gerichtet. Denn die größte Gefahr lauerte mit den kriegerischen Black Caribs im Urwald. Vom Fort Charlotte oberhalb der Stadt genießen Sie einen wunderbaren Ausblick. Lohnendes Ausflugsziel am Rande der Hauptstadt ist auch der Botanische Garten. Er wurde 1765 angelegt und ist der erste in der Karibik. Mächtige Brotfruchtbäume sollen die Setzlinge sein, die Kapitän William Bligh von der berühmten „Bounty“, 1787 aus der Südsee mitbrachte.

Den tropischen Regenwald erleben Sie am besten bei einer Wanderung im Vermont Valley, das nahe der Hauptstadt Kingstown beginnt. Die gut ausgebauten Wanderwege führen durch das Papageien-Reservat ins Landesinnere und zu den Trinity Falls. Diese Bilderbuch-Wasserfälle stürzen aus 15 Metern Höhe über drei Kaskaden in die Tiefe. In einem natürlichen Becken kann man im warmen, klaren Wasser baden.

Ein Inselhopping mit dem Segelkatamaran zu den Grenadinen bietet sich ebenfalls an. Im Gegensatz zum Mutterland sind diese Inseln relativ flach, nur wenige Quadratkilometer groß und locken mit weißen Sandstränden. Von den 32 Eilanden sind nur acht Inseln bewohnt. Neben den Traumstränden ist auch eine einzigartige Unterwasserwelt charakteristisch für diese Inseln, die touristisch erst wenig erschlossen sind. 

Das Wetter auf dem Archipel ist tropisch. Die Temperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 bis 30 Grad. Die trockenste Zeit ist zwischen Februar und Mai, die wärmsten Monate sind zwischen März und April. Der kälteste Monat ist der Januar, wobei auch hier durchschnittlich 20 bis 25° C drin sind. St. Vincent und die Grenadinen werden eher selten von Hurricanes heimgesucht. Es regnet hier meist nur kurz und kräftig. Zu beachten ist, daß es auf der Hauptinsel St.Vincent aufgrund der bergigen Topographie mehr Niederschlag als auf den Inseln der Grenadinen gibt. Die optimale Reisezeit ist von Januar bis Mai.

Für die Einreise nach St. Vincent & die Grenadinen ist ein gültiger Reisepass sowie ein Rück- oder Weiterflugsticket notwendig. Staatsbürger von Deutschland, Österreich und der Schweiz können bis zu 3 Monaten ohne Visum einreisen. 

Leichte und bequeme Kleidung aus Naturfasern, eine warme Jacke oder ein Pullover ist für die kühleren Abende anzuraten. Wegen der intensiven Sonnenstrahlung sollte auf genügend Sonnenschutz geachtet werden. Eine Regenjacke oder ein anderer Regenschutz ist ganzjährig angebracht. In erstklassigen Hotels und in Kasinos benötigen Herren abends Jackett und Krawatte. Bade- und Strandkleidung sollte man nur am Strand oder Swimmingpool tragen.

Vorgeschriebene Impfungen: bei Einreise direkt aus Europa keine.
Gelbfieber bei Einreise aus Infektionsgebieten.

Empfohlene Impfungen: Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen auch gegen Hepatitis B.

Bilharziose-Erreger können sporadisch in manchen Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es wird empfohlen sich mit entsprechender Kleidung und Mückenschutzpräparaten sich zu schützen. Ferner besteht HIV/AIDS -Gefahr. Schließen Sie vor Abreise auf jeden Fall eine Reisekrankenversicherung ab.

Hauptstadt: Kingstown

Landesgrenzen: Die Inseln liegen südlich von St. Lucia und nördlich von Grenada. Ungefähr 180 km östlich liegt die Insel Barbados.

Amtssprache: Amtssprache ist Englisch. Kreolisches Englisch ist Umgangssprache und französisches Patois.

Religionen: ca. 80 % Protestanten (davon etwa 40 % Anglikaner und 30% Methodisten), etwa 11 % zur Römisch-Katholischen Kirche; 0,5 % sind Zeugen Jehovas.

Zeitverschiebung: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -5 Stunden
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -6 Stunden.

Zahlungsmittel: Ostkaribischer Dollar

In St. Vincent und die Grenadinen können gängige Währungen in Hotels und in den meisten Banken getauscht werden. Einige Banken wechseln nur USD, der EUR-Kurs ist meist sehr ungünstig. Reiseschecks werden von den meisten Banken akzeptiert. Die Zahlung mit gängigen Kreditkarten (z.B. Mastercard, Visa) ist relativ weit verbreitet.

Trinkgeld: In Hotels und Restaurants ist der Service direkt im Preis enthalten. In allen anderen Fällen ist ein Trinkgeld in Höhe von 10 bis 15 Prozent angemessen.

Stromspannung: 220/240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz (110 Volt, 60 Hertz, auf Petit St. Vincent). Die Mitnahme eines Adapters ist erforderlich.

Internationale Vorwahl: +1784

Feiertage: 1. Januar (Neujahr), 14. März (Tag der nationalen Helden), 25. März (Karfreitag)
28. März (Ostermontag), 1. und 2. Mai (Tag der Arbeit), 16. Mai (Pfingstmontag), 4./5. Juli (Karneval), 1. August (Tag der Sklavenbefreiung), 27. Oktober (Unabhängigkeitstag), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (Boxing Day)

 

Gerne erzählen wir Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch mehr über St. Vincent und die Grenadinen – rufen Sie uns an: +49 (0) 221.170 007 90.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Aktualität der Informationen in diesem Reiseführer leisten können. Auf der Website des Auswärtigen Amtes finden Sie tagesaktuelle Reisehinweise.


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